Am Palmsonntag wurde aus dem Markusevangelium (Mk 11,1–11) gelesen: Jesus zieht in Jerusalem ein, auf einem jungen Esel, begleitet von Menschen, die ihm mit grosser Freude begegnen.
Die Predigt von Evangelist Wüthrich griff dieses Bild auf und übertrug es in unseren Alltag. Jesus möchte nicht nur damals in Jerusalem einziehen, sondern auch heute in unser persönliches „Jerusalem“ – in unser Herz und Leben. Dies wurde mit einer anschaulichen Metapher aus dem Alltag verglichen: einem Umzug oder dem Einrichten eines neuen Zuhauses. Wen lassen wir hinein? Welche „Kisten“ stehen uns im Weg? Was müssen wir ausräumen, damit Raum entsteht?
Die Menschen legten damals ihre Kleider, also etwas Wertvolles, auf den Weg Jesu. Heute ist es oft unsere Zeit, die kostbar ist. Die Einladung lautet daher: Gott bewusst Zeit zu schenken und sich immer wieder zu fragen: „Gott, was willst du?“ In einer Ergänzung wurde von Priester Kipfer betont, wie zentral Palmsonntag im Kirchenjahr ist. Jesus soll im Zentrum stehen. Der Blick auf Judas zeigte, wie schwer es sein kann, sich von eigenen Interessen zu lösen. Und doch bleibt die Aufgabe bestehen, immer wieder „aufzuräumen“ und Platz für Gott zu schaffen.
Zum Abschluss wurden wir ermutigt, Gott im Alltag bewusst Raum zu geben, sei es im Gebet oder auf ganz persönliche Weise. Denn jeder Mensch kann seinen eigenen Zugang finden, um Gott im Herzen wohnen zu lassen.