Schönes Beisammensein
Die Stimmung war fröhlich und herzlich. Im Zentrum standen – zu Recht – wie immer die Kinder. Sie erfüllten den Raum mit fröhlichem Leben – ganz so, wie es an Weihnachten sein sollte. Die Kirche war mit 112 Teilnehmenden fast bis zum letzten Platz voll, das Gefühl war dennoch ganz „en famille“.
Abgerundet wurde das schöne Beisammensein mit einem Kirchekaffi / Apéro im Sonnenschein.
Musik liegt in der Luft
Wie in den vorigen Jahren war die Feier geprägt, eingefasst und unterstützt von vielen Musikbeiträgen. Unter den Musikstückchen waren natürlich auch vertraute Lieder und alte Schlager anzutreffen. Mit viel Herzblut und Fingerspitzengefühl wurde zusammengestellt, eingeübt und arrangiert.
Hervorgehoben seien hier besonders die Vielfalt an Instrumenten, moderneren und klassischeren Interpretationen und die Beiträge der Kinder. Von kleineren und grösseren Lausbuben mit Bongo und Trompete, über Flöte, Cello, Geige und Kinderchor bis hin zu einem bezaubernden Harfenbeitrag war alles dabei. Orgel, Ensemble und Chor komplettierten den würdigen Rahmen.
Nähe und Licht
Der Predigtteil – wie immer an Weihnachten in Mundart – fiel bewusst kurz, aber sehr prägnant aus. Als Grundlage der Predigt diente der Bibeltext aus Johannes 1, 14. Unser Bezirksvorsteher Rolf Hunziker verstand es, mit Feingefühl und dennoch auf den Punkt, die Nähe und Nahbarkeit Christi als elementare Auswirkung des Weihnachtsgeschehens in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn Jesus nur zu Besuch kommt, aber nicht in uns wohnt – also auch in Alltäglichem, in Kleinigkeiten und in unseren Begegnungen mit dabei ist – dann kann seine Wirkung in und an uns und auch insgesamt nur begrenzt in Erscheinung treten.
Das wirkliche und richtige grosse Geschenk von Weihnachten ist, dass Christus für Dich und mich und für alle Menschen nahegekommen, berührbar geworden ist. Und mit ihm Gnade, Wahrheit und Herrlichkeit. Was sind die Folgen für einen Menschen, der sich darauf einlässt? Ein innerer Friede, eine innere Sicherheit und eine grosse innere Kraft. Diese werden zwar hin und wieder durchgeschüttelt oder getrübt und auf den Prüfstand gestellt – durch das, was wir erleben oder um uns herum sehen. Sie sind jedoch, weil göttlich, von hoher Beständigkeit, bekämpfen unsere Angst und Unsicherheit zuverlässig und geben Licht, Wärme, Zuversicht und Orientierung.
Die Impulse zum Nachdenken wurden initiiert durch eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte. Diese, gefühlvoll und ansprechend vorgetragen, war primär für die Kinder gedacht, hatte jedoch für jede Altersstufe ein paar Happen zum Nachwirken lassen. In dieser Geschichte hatte ein kleiner Hirtenjunge namens Simon sein geliebtes Lamm verloren. Er machte sich auf die Suche nach demselben und erhielt als Unterstützung vier Lichter mit auf den Weg. Auf seiner Suche traf Simon verschiedene Gestalten an, die ebenfalls dringend ein Lichtlein gebrauchen konnten. So verschenkte Simon nach und nach Licht, bis er schliesslich – mit dem letzten Lichtlein in der Hand – einen Stall erreichte, in dem er den kleinen Jesus antraf. Diesem schenkte er sein letztes Licht und fand in diesem Stall sein Schäfchen wieder.
Bericht: pbo, Fotos: tel und rka