Unser Bezirksapostel Thomas Deubel diente den Gemeinden Allschwil, Oberwil und Reinach am 26. Januar 2025 an einem sonnigen Sonntagnachmittag mit dem Vers 9 aus dem 79. Psalm: «Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen!»
In seiner Predigt ging er darauf ein, dass wir alle mit ganz unterschiedlichen Sorgen und Bitten in den Gottesdienst gekommen sind und diese auch immer wieder vor Gott tragen und dies selbstverständlich auch dürfen. Im Wirken Jesu auf Erden wurde einigen, welche ihn anflehten, Heilung von ihren Leiden zuteil. Doch damit eine solche Heilung stattfinden konnte, war der Glaube ein wesentlicher Bestandteil. Der Glaube hatte sie geheilt. Auch Jesus Christus hat dies immer wieder klar kundgetan.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wies der Bezirksapostel darauf ein, dass wir vielfach noch im Alten Testament verharren und Leid als Strafe Gottes betrachten und Segen mit irdischem Wohlergehen gleichstellen. Jesus hat uns gelehrt, dass der wahre Segen auf dem Wunsch liegt, in der Gemeinschaft mit Gott zu sein. Es muss ein Herzensbedürfnis bestehen, das ewige Leben mit Gott zu erlangen, und ebendieses Bedürfnis müssen wir nicht nur ehrlich haben, sondern wir müssen es auch erkennen. Als Beispiel führte er die Schlangenplage an, welche die Israeliten aufgrund ihres Ungehorsams und ihrer Auflehnung gegen Mose und den Herrn erleiden mussten. Erst der Glaube vermochte die Heilung herbeizuführen. Auch Zacharias, obwohl ein bekennender und gläubiger Mensch, konnte es zuerst nicht fassen, geschweige denn glauben, was ihm der Engel verkündet hatte. Trotz all seines Glaubens hatte er hier offenkundig versagt.
In seinem Predigtzusatz ging unser Bischof André Weidmann auf den Gedanken «stärke unseren Glauben» als roten Faden des heutigen Gottesdienstes ein. Es ist wichtig, auf den Glauben zu bauen und zu vertrauen, aber auch den Glauben zu entwickeln. Gott will unser Herz in jedem Gottesdienst berühren und darauf gilt es sich entsprechend vorzubereiten, damit man dies erkennt und dann auch zulassen kann. Vor allem, wenn man sich in einer Situation befinden sollte, in welcher man Mühe hat mit dem Glauben, gilt es trotz allem, um Gottes Hilfe zu bitten, um wieder Stärkung zu erhalten.
Priester Tilo Wolff, Vorsteher der Gemeinde Riehen, vervollständigte in seinem Predigtteil diesen Gedankengang. Er führte aus, dass wir den Glauben nicht auf einer irdisch-menschlichen, lebensverbessernden Ebene festschreiben sollten, sondern dass wir die Hand Gottes, selbst im Falle eines Schicksalsschlags, noch fester ergreifen müssen und dürfen. Lasst uns Jesus Christus nicht nur anflehen, sondern lasst ihn uns wahrlich im Glauben berühren.
Der Gottesdienst, wozu auch alle Diakoninnen und Diakone des Bezirks eingeladen waren, wurde mit musikalischen Beiträgen von Chor, Orgel und Ensemble stimmungsvoll umrahmt und abgerundet.
Bericht: adp und rka, Fotos: rka